Ich komme von allen Ufern
und aus keiner Gefangenschaft.
Ich trage die Sonne von Sidi Ifni im Blut
und im Geist die Ruhe des Friedens.
Ich bin Frau, ich bin Lehrerin,
ich bin das lebendige Spiegelbild derer, die schwiegen.
Ich rufe heute nach Hildegard, Musik und Sibylle des Rheins,
die Wissenschaft und Glaube als Schwestern vereinte.
Ich rufe nach Sor Juana Inés de la Cruz, Phönix der Vernunft,
die die Bücher mehr als die Welt liebte.
Ich rufe nach Plautilla Nelli, der Ersten auf der Leinwand,
die mir ihre Augen lieh, um das Unsichtbare zu malen.
Ich habe mein Leben damit verbracht, die Wahrheit in der Schönheit zu suchen,
die Seele in Philosophie und Farben zu promovieren,
alte Wunden mit dem Dharma und dem Evangelium zu heilen.
Denn Kunst ist die einzige Religion,
die keine Mauern braucht, um den Himmel zu berühren.
Sie öffneten die angelehnte Tür
für das Recht der Frau auf Bildung
und ich habe sie mit meinen Schülern an der Hand durchschritten,
um eine kreative Bildung zu entwickeln.
Ich hoffe, mein Vermächtnis ist schön und fruchtbar:
etwas Schönes im Chaos der Welt hinterlassen zu haben,
ein Funke in der langen Nacht gewesen zu sein,
denn die Frau war schon immer, und wird es sein, das Licht der Welt.
Paz Arés Osset, März 2026